Zur Person

Dilek Dizdar studierte zunächst Übersetzen und Dolmetschen sowie theoretische dilekSprachwissenschaft an der Boğaziçi Universität Istanbul in der Türkei. Im Anschluss daran begann sie ein Studium der Kultursoziologie, Germanistik und Sprachwissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU), das sie von 2000 bis 2003 durch ein Gaststudium der Philosophie in Frankreich an der École des hautes études des sciences sociales (EHESS) in Paris erweiterte. 2006 promovierte sie an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg mit einer Dissertation zum Thema „Translation. Um- und Irrwege“. Bevor Dilek Dizdar am 27. Oktober 2011 zur Universitätsprofessorin auf Lebenszeit für Interkulturelle Germanistik / Translationswissenschaft an die JGU berufen wurde, war sie bereits seit 2008 als Juniorprofessorin für Interkulturelle Germanistik am Fachbereich Translations-, Sprach- und Kulturwissenschaft der JGU tätig.

Schwerpunkte ihrer Forschung sind Translationstheorie, Dekonstruktion und Translation, Polititik der Translation, Migration und Translation. Dizdar hat sich in ihren Publikationen bisher u.a. mit der Rolle von Translation und der Translationswissenschaft im Spektrum der Geisteswissenschaften und (hochschul)politischen Aspekten der Forschung und Lehre beschäftigt. Sie setzt sich für eine in­halt­liche Trans­formation der translationswissenschaftlichen Lehre ein.

Dizdar ist Sprecherin der Doktorandengruppe „Politik der Translation“ und zweite Sprecherin der transdiszipinären Forschungsplattform Zentrum für Interkulturelle Studien sowie stellvertretendes Mitglied des Gutenberg Forschungskollegs. Für ihre Arbeiten auf dem Gebiet der Translationswissenschaft ehrte sie die Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz mit der Colloquia Academica 2009.